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Job Flow immer Beliebter

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Einer der wichtigsten Zustände wenn es um freies und Selbstbeistimmtest Arbeiten geht ist der sogenannte Job Flow oder auf Deutsch Arbeitsrausch. Einfach in seiner Arbeit aufgehen und die Zeit vergessen mit dem Gefühl Arbeiten etwas wertvollem auf der Spur zu sein etwas wichtiges zu machen. 

Die gute Nachricht ist. Das dieses Bezeichnung dieses Bewusst sein den Massenbewusstsein nicht mehr fremd ist, im Gegenteil sie dürsten danach und werden immer Kreativer bei der suche nach dem Flow. 

Eine Tätigkeit im Flow erleben 


Um sich bei einer Aufgabe in den Zustand des Flows zu versetzen, braucht einem nur die Tätigkeit gefallen, und die Anforderung so hoch sein, dass sie die volle Konzentration erfordert. Sie darf jedoch nicht so hoch sein, dass man überfordert ist, denn dann ist die „Mühelosigkeit“ nicht mehr gegeben. Das Flow-Erlebnis wird durch diese beiden Faktoren Mindestanforderung und Anforderungsgrenze (in der Grafik als Linien) beschränkt.

Durch das Eintreten in eine solche Phase entsteht eine Selbstvergessenheit, da die Aufgabe ganze Aufmerksamkeit erfordert. Alle Bewegungsabläufe werden in harmonischer Einheit durch Körper und Geist mühelos erledigt.

Flow ist ein Zustand, und keine Technik. Für das Erleben des Flowzustandes müssen Störelemente, die ablenken, beseitigt sein. Der Flowzustand kann auch gemeinsam in einer Gruppe erlebt werden, dafür muss die Gruppe von störenden Elementen befreit sein. Flow kann von jedem erlebt werden, das Erreichen bedarf keiner besonderen Techniken, es ist an keine bestimmte Tätigkeit gebunden

WikiINfo


Bye bye Burnout: Kampf der neuen Volkskrankheit

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Dabei sind die Folgen von Stress grundlegend einmal positiv: Der Körper reagiert damit z.B. auf Gefahr, indem der Hypothalamus ein spezielles Hormon ausschüttet, das sich auf den Adrenalinausstoß der Hypophyse auswirkt. Wir handeln schneller und sind kurzzeitig widerstandsfähiger, da sich die Muskeln anspannen. Als Dauerzustand wird Stress jedoch zum Problem.

Der Trend hat Anfang des Jahres in einer großen Geschichte die stressigsten Berufe aufgelistet, dazu zählen erwartbare Kandidaten wie Piloten, Fluglotsen, Ärzte, Rettungsfahrer und Politiker. Aber auch Lehrer, Callcenter-Angestelte, Journalisten, Sozialarbeiter, Pädagogen oder Kellner zählen dazu.

Auch Stress muss sein?
Einige dieser Berufe sind quasi immanent stressig – gegen die aus Kostengründen niedrig gehaltene Zahl der Chirurgen und Ärzte kann der einzige wenig tun. Auch Fluglotsen sind quasi per definitionem stressbelastet – genießen daher ein extrem hohes Einkommen und zahlreiche Benefits. Was aber ist mit den restlichen Berufsfeldern? Warum müssen Lehrer so gestresst sein – tut das den Schülern gut? Warum fühlen sich Journalisten so unter Druck, warum Politiker?

Der rasende Stillstand…
Beginnen wir von vorne: Bemerkbar macht sich Stress, Burnout, Überlastung in erster Linie bei der Gesundheit. Man wird nervös, ist verspannt, schläft schlecht und wird lustlos. Hat man dann einmal Zeit, um auszuspannen, kommt man nicht runter – nutzlose Hyperaktivität paart sich mit dem Gefühl, wertvolle Zeit zu verlieren.

Rien ne va plus
Ausgleichsversuche wie üppiges Essen oder übermäßiger, vermeintlich entspannender Alkoholgenuss machen die Sache dann noch schlimmer. Man raucht zu viel, kippt sich Espresso um Espresso hinunter (Freizeit macht müde) oder raucht. Die starke Umstellung der Gewohnheiten zwischen Büro und Zuhause/Urlaub sorgen dann ncoh für unangenehme Begleiterscheinungen wie Magenschmerzen oder Verdauungsprobleme. Na bravo! Rien ne va plus.

Last exit: Freunde
Das Umfeld leidet natürlich unter der Veränderung. Man ist gereizt, ärgert sich schnell, ist unzufrieden, missmutig und fühlt sich ungerecht behandelt. Im schlimmsten Fall kommen dann ernsthafte Zukunftssorgen dazu. Die Misere ist perfekt, professionelle Hilfe oder unschätzbare Freunde die einzige Hoffnung.

Babysteps gegen Burnout
Das Thema soll hier also nicht kleingeredet werden, im Gegenteil. Es ist jedoch auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass man sich viel Druck selbst macht und mit einigen – teils erstaunlich banalen – Methoden und Verhaltensweisen das persönliche Wohlbefinden stark erhöhen kann. Probieren Sie es einfach aus, vielleicht funktioniert das eine oder andere auch bei Ihnen. Oft hilft die Gewissheit weiter, nicht machtlos zu sein!

Schritt 1 – Selbstwertgefühl stärken
Klein, machtlos und höheren Mächten ausgeliefert – mit diesem Selbstbild kann man nur verzweifeln. Versuchen Sie, Ihre wichtige Rolle in der Abteilung, für Kollegen, für das Unternehmen zu sehen. Jeder leistet einen wertvollen Beitrag – und wenn nicht, ist es vielleicht nicht Ihre Traumposition…

Schritt 2 – Arbeitsplatz optimieren
Es ist ein alter Hut, aber die wenigsten tun es wirklich: Machen Sie sich Ihren Arbeitsplatz so angenehm wie möglich. Ich spreche hier nicht vom Kaktus oder Bilderrahmen, sondern arbeitsrelevanten Kleinigkeiten wie ein ergonomischer Bürostuhl, ein neuer Monitor, eine zusätzliche Lichtquelle oder eine passendere Klimatisierung. Die Optimierung der Umgebungsbedingungen kann Wunder wirken! Auch eine nüchterne Betrachtung, ob man richtig isst und trinkt, wird viel zu oft vergessen – was für Sie passt, wissen Sie selbst am besten.

Schritt 3 – Zwischendurch entspannen
Ich selbst war lange eher skeptisch, was affige Verrenkungsübungen am Arbeitsplatz betrifft. Rückenschmerzen wurden daher ignoriert, schmerzende Augen und Kopfweh in Kauf genommen. Mittlerweile gibt es aber wirklich einfache, am Schreibtisch durchführbare und wunderbar wirkende Dehn- und Lockerungsübungen. Entspannen Sie sich – zwischendurch, zu Mittag, nach einem anstrengenden Telefonat. Auch für Augenschmerzen und Migräne gibt es Übungen, die Linderung bringen. Ist das nicht ihr Ding, sorgen Sie für andere Mini-Pausen. Oft reicht es, den Kaffee fünf Minuten mit geschlossenen Augen zu genießen. Man muss ja nicht gleich einen Power-Nap einlegen!

Schritt 4 – Das Gesamtbild sehen
Oft verdecken einem momentane Probleme, für deren Lösung man sich verantwortlich fühlt, die Sicht auf das Gesamtbild. Oder man ist wegen ein, zwei unangenehmen Kundengesprächen in einem Tief. Ein Blick über den Tellerrand, Gespräche mit Kollegen oder engen Freunden kann aus der emotionalen Sackgasse führen. Oder auch zeigen, dass etwas nicht bewältigbar ist – dann sollte man die Herausforderung mit Firmenhilfe lösen.

Schritt 5 – Auch einmal Abschalten
Der beste Job ist nur ein Teil Ihres Lebens. Gönnen Sie sich Privatsphäre, Feierabend und Auszeit – und kommen Sie mit vollen Batterien und einem frischen Geist zurück ins Büro. Fast niemand muss immer erreichbar sein.

Schritt 6 – Den Ausgleich suchen
Auch wer keine Hobbies wie Extrembergsteigen oder Action Painting hat, kann sich auf andere Gedanken bringen. Der eine braucht dafür unberührte Natur und powert sich aus, der andere vergräbt sich in Büchern und denkt sich in andere Welten – was immer Ihnen Spaß macht. Nur berufsbezogen sollte es nicht sein. Stauen sich viele Emotionen, kann durchaus ein kraftraubender Sport eine angenehme Sache sein. Fühlen Sie sich zu wenig belastbar, versuchen Sie doch Ausdauersport – langes Radfahren an Ihrer Lieblingsstrecke kann schon helfen. Ausprobieren!

Schritt 7 – Entspannungshelfer finden
Es ist nicht immer ganz einfach, sich zu „entstressen“ – auch nach dem Büro. Suchen Sie sich Katalysaytoren, die Ihre Entspannung richtig in Gang bringen – ob es eine schnurrende Katze, eine klassische CD oder Ihr(e) Lebenspartner(in) ist… Klappt es gar nicht, sollten Sie sich beraten lassen.

Schritt 8 – Grenzen setzen
Hilfsbereitschaft und ein offenes Ohr schätzen viele – Freunde, Bekannte, Kollegen… man muss aber auch wissen, wie weit man sich emotional einlassen kann. Wer sich im Büro und daheim gleichermaßen für seine Mitmenschen aufzehrt, wird irgendwann als leere Hülle enden – und sich auch so fühlen. Gute Freunde lassen da sicher mit sich reden, auch ein Partnergespräch kann viel bringen.

Werden Sie aktiv!

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Naturschutz
Werdet  aktiv!
 
  Wer etwas für Natur und Umwelt tun will, hat zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden: Ob als Aushilfe auf einem Bergbauernhof, durch Mitarbeit bei einem Naturschutzprojekt oder mit kreativen Ideen. Ganz nach dem Motto: Reden ist Silber – Handeln ist Gold.

Text: Stefan Bachmann
 


Projekt Jaun, Bergwaldprojekt
Inhalt
WWF sucht Riverwatcher
Ferien-Arbeitseinsätze in der Natur
Mithilfe auf Bio-Bergbauernhöfen
Jugendliche engagieren sich für die Regenwälder
Projektwochen für Schul- und Lehrlingsklassen
Solarcamps von Greenpeace
Arbeitswochen im Bergwald
Engagement als Jugendgruppen-Leiterin oder -Leiter
Melden Sie Ihre Beobachtungen!
Filmen für eine bessere Welt
WWF sucht kreative Köpfe für den Regenwald
Wissenstests zum Natur- und Umweltschutz
WWF sucht Riverwatcher

Wie geht es den Fliessgewässern in Ihrer Umgebung? Als Riverwatcher beobachten Sie das Gewässer Ihrer Wahl und unternehmen allenfalls die nötigen Schritte zur ökologischen Aufwertung. Dabei werden Sie vom WWF unterstützt.

Die Ausbildung zum Riverwatcher dauert vier Tage. Im Kurs lernen Sie die wichtigsten ökologischen Zusammenhänge sowie Grundlagen zu Wasserbau und Flussrevitalisierung kennen.

www.wwf.ch/riverwatch
Ferien-Arbeitseinsätze in der Natur

Die Stiftung Umwelt-Einsatz Schweiz (SUS) führt jedes Jahr zahlreiche Einsatzlager in verschiedenen Naturlandgebieten der Schweiz durch. Mit Gleichgesinnten sind Sie eine Woche in der Natur und packen bei einem Naturschutzprojekt mit an: Sie bauen eine Trockenmauer, entbuschen eine Wiese oder legen einen Weg durch den Bergwald an. Ein Tag steht jeweils dem «Dolce far niente» zur Verfügung. Das Mindestalter ist 18 Jahre, ein Höchstalter gibt es nicht.

www.umwelteinsatz.ch




Beim Bergwaldprojekt in Silbertal/Montafon machte das gemeinsame Arbeiten offensichtlich Spass.

 
Mithilfe auf Bio-Bergbauernhöfen

Die Schweizer Bergheimat unterstützt Bio-Bergbauernhöfe in der ganzen Schweiz. Unter anderem vermittelt sie Helferinnen und Helfern für Freiwilligeneinsätze von zwei bis vier Wochen. Voraussetzung für die Hilfskräfte sind Motivation, kräftiges Mitanpacken sowie Interesse an der Natur und den Tieren. Spezielle Vorkenntnisse braucht es nicht.

Auch die Caritas vermittelt Einsätze bei Bergbauern; mitmachen können Einzelpersonen oder Gruppen, und es werden auch Lager durchgeführt.

www.schweizer-bergheimat.ch
www.bergeinsatz.ch



 
Jugendliche engagieren sich für die Regenwälder

Kinder und Jugendliche, die sich für den Regenwald einsetzen möchten, können bei der internationalen Aktion «Kids for Forests» von Greenpeace mitmachen. In der Schweiz sind bisher etwa 300 Kinder aktiv. Sie pflanzen Bäume, schreiben Briefe an die Regierung, fordern die Schulen und Gemeinden auf, urwaldfreundlich zu werden und machen mit Standaktionen auf die Urwaldzerstörung aufmerksam.

www.greenteams.net/...



 
Projektwochen für Schul- und Lehrlingsklassen

Für Schul- und Lehrlingsklassen wie auch für andere Gruppen führt das «Zentrum für Zukunftsgestaltung und nachhaltige Entwicklung» in Cudrefin VD seit 2003 Zukunftswochen und Workshops durch. Im Rahmen der Zukunftswochen können sich die Jugendlichen unter professioneller Anleitung mit der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft auseinandersetzen. Sie bauen eine Solaranlage, diskutieren über den alltäglichen Energieverbrauch oder über ihre Ernährungsgewohnheiten oder organisieren ihr eigenes Projekt. Das Zentrum wird von der Stiftung Cudrefin02 geführt, die 2007 vom Bundesrat für Energie mit dem Preis «Watt d'Or» ausgezeichnet wurde.

www.cudrefin02.ch



 
Solarcamps von Greenpeace

Im Rahmen des Jugendsolarprojekts organisiert Greenpeace jeden Sommer mehrere Solarcamps, oft mit internationaler Beteiligung. In den Lagern setzen sich die Jugendlichen konkret mit der Sonnenenergie auseinander: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bauen und montieren Solaranlagen (thermisch und photovoltaisch), kochen mit Hilfe von Parabolspiegelkochern oder konstruieren eine LED-Taschenlampe.

www.jugendsolarprojekt.ch



 
Arbeitswochen im Bergwald

Möchten Sie in der frischen Bergluft junge Bäume pflanzen, Wege bauen und andere Arbeiten für den Bergwald an die Hand nehmen? Möchten Sie Lagerfeuerromantik oder ein entspannendes Bad im kühlen Bergbach geniessen? Dann sind die Projektwochen des Bergwaldprojekts wohl das Richtige für Sie: Über 16’000 Menschen haben sich seit 1987 bereits für den Bergwald stark gemacht. Auch Gruppen sind willkommen.

www.bergwaldprojekt.org



 
Engagement als Jugendgruppen-Leiterin oder -Leiter

Es gibt in der Schweiz viele Naturschutz-Jugendgruppen, die Exkursionen, Lager und Naturschutzaktionen für Kinder organisieren. Die Gruppen suchen immer wieder neue Leiterinnen und Leiter. Angehende Leiterinnen und Leiter können bei den meisten Verbänden, die Jugendgruppen führen, Lehrgänge und Ausbildungen besuchen. Jugendgruppen führen unter anderem: Schweizer Vogelschutz SVS, Pro Natura, WWF, Schweizer Tierschutz (www.krax.ch) und Greenpeace («Greenteams»).

www.birdlife.ch/...
www.pronatura.ch/...
www.krax.ch



 
Melden Sie Ihre Beobachtungen!

Auch hierzulande ist teilweise erst wenig über die genaue Verbreitung und das Auftreten diverser Tier- und Pflanzenarten bekannt. Ihre Beobachtungen sind deshalb sehr gefragt! Die neue Website natportal.ch versteht sich als Drehscheibe, die Ihnen hilft, Ihre Beobachtungen am richtigen Ort einzugeben. Wichtig ist dabei, dass Sie nur Beobachtungen eingeben, bei denen Sie die Tier- oder Pflanzenart sicher bestimmen konnten.

www.natportal.ch



 
Filmen für eine bessere Welt

«Connect2earth» ist eine Internetplattform für junge kreative Umweltinteressierte. Halten Sie Ihre Ideen für eine nachhaltigere Welt filmisch, fotografisch oder in einem Text fest, stellen Sie sie auf connect2earth.org und gewinnen Sie attraktive Preise. Lanciert wurde die Website vom WWF International und von der Weltnaturschutzorganisation IUCN. Die Videos, Bilder und Texte können bewertet werden. Monatlich wird der beste Eintrag prämiert.

www.connect2earth.org



Top
WWF sucht kreative Köpfe für den Regenwald

Der Amazonaswald ist nicht nur der grösste Regenwald der Erde, sondern auch eine der artenreichsten Regionen überhaupt. Bis zum Jahr 2012 sollen 500’000 Quadratkilometer dieser Schatzkammer dauerhaft unter Schutz gestellt werden. Das Ziel des WWF Schweiz im Rahmen dieses Projekts ist es, eine Fläche von der Grösse der Schweiz zu schützen. Dazu braucht der WWF Hilfe von engagierten und phantasievollen Menschen: Mit «MyAction for the Amazon» ruft er dazu auf, eine eigene Spendenaktion zugunsten des Amazonas-Regenwaldes durchzuführen. Ob Benefizkonzert oder Amazonas-Abende mit Freunden, ob Guetsliverkauf oder Sammelaufruf – jeder Beitrag zählt. Die Aktionen können im Internet publiziert werden.

www.wwf.ch/myaction



 
Wissenstests zum Natur- und Umweltschutz

Unter www.visumsurf.ch/quiz finden sich über 100 Wissensspiele zu vielen Themen des Natur- und Umweltschutzes, die online gelöst werden können. Sie sind nach Thema, Branche und weiteren Kriterien gruppiert und eignen sich auch gut für Schülerinnen und Schüler.

www.visumsurf.ch/quiz



www.beobachter.ch

Visionäres Wohnen: Wie aus Sperrmüll Designerstücke werden

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Köln, 17.04.2010: Wohnen im Müll? Das will keiner, sollte man meinen. Doch in Köln ist aus einem ehemaligen Stunden- ein „Schrott-Hotel“ entstanden. Eingerichtet ist es nur mit Gegenständen, die andere weggeworfen haben. Das Design soll trotzdem stimmen. In einer Doku-Soap hat ZDF-Neo das Projekt verfilmt. Ab dem 20. April ist der 18-tägige Umbau im Fernsehen zu sehen.Mit dabei ist „Schrott-Designer“ Oliver Schübbe. An Erfahrung mangelt es ihm nicht. Bereits 2006 war er mit der Recyclingbörse Herford Mitbegründer von „ZweitSinn“ – einem Netzwerk aus Designern und Handwerksbetrieben. Sie bündeln ihre Erfahrungen rund um die Wi ederverwertung von Möbeln in einem gemeinsamen Internet-Portal. Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ist aus dem von der Technischen Universität (TU) Dortmund entwickelten Ansatz das Konzept „Wohn-Visionen 2020“ erwachsen. Der Erfolg des Projekts – auch auf der Internationalen Möbelmesse Köln – zeigt: Leben in recycelten Möbel ist Trend.Durch Recycling Kreislaufwirtschaft stärken„Der verborgene Sinn weggeworfener Dinge“, den der Dadaist Kurt Schwitters in seinen künstlerischen Arbeiten bereits Anfang des 20. Jahrhunderts thematisierte, wird bei „ZweitSinn“ zu realen Produkten. Aus Möbeln vom Sperrmüll entwickeln die Netzwerk-Designer moderne und qualitativ hochwertige Unikate – zum Teil schon bei Wettbewerben prämiert. „Dadurch wird die Abfallmenge verringert und der Gedanke der Kreislaufwirtschaft gestärkt“, erklärt DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde. „Die Zeit ist überfällig, dass gebrauchte Materialien nicht achtlos ‚entsorgt’, sondern systematisch als Rohstoff angesehen werden.“ Damit werde auch die Neuproduktion mit Primärrohstoffen beschränkt. „Das schont Ressourcen und mindert den Ausstoß von Kohlendioxid“, so Brickwedde. Insgesamt 29 umweltschonende Möbel-Kleinserien haben di e kreativen Köpfe von „ZweitSinn“ bereits entworfen, die sie über ihre Homepage vertreiben.Ganze Raumkonzepte aus gebrauchten MaterialienDas 2006 gestartet Konzept hat sich auf Initiative des Instituts für Umweltforschung der TU Dortmund mittlerweile zu „Wohn-Visionen 2020“ weiterentwickelt. Ganze Zimmereinrichtungen und Raumkonzepte aus gebrauchten Materialien entwerfen die beteiligten kleinen und mittelständischen Betriebe. Auch in der Wissenschaft hat der Recycling-Gedanke Einzug erhalten und steht jetzt auf den Lehrplänen dreier an dem Projekt teilnehmender Hochschulen für Design (Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur, Akademie Gestaltung im Handwerk Münster, Kunsthochschule Kassel). Die DBU förderte das Netzwerk "ZweitSinn“ mit 120.000 Euro und unterstützt aktuell „Wohn-Visionen 2020“ mit weiteren 192.000 Euro.Neben ökologischer auch soziale Dimension des Nachhaltigkeitsgedankens stärken„Ein wichtiger Bestandteil beider Vorhaben ist aber nicht nur, die Umwelt zu entlasten, sondern auch Berufsperspektiven für sozial benachteiligte Menschen zu schaffen“, betont Verena Exner, DBU-Referentin für Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft. So werde neben der ökologischen auch die soziale Dimension des Nachhaltigkeitsgedankens berücksichtigt. In den Projekten würden Ausbildungsplätze und Qualifizierungsmaßnahmen etwa für Tischler, Polsterer oder Glaser geschaffen. „Damit soll die Chance für Jugendliche und Langzeitarbeitslose erhöht werden, auf dem ersten Arbeitsmarkt eine Beschäftigung zu finden“, so Exner.Bauteilbörsen an elf Standorten in Deutschland entstandenOb Fenster, Treppen oder Dachziegel, gut erhaltene Bauteile sind genauso wie Möbel zu schade für den Schredder. Das „bauteilnetz Deutschland“ bietet eine Plattform, wieder verwendbare Bauteile in die Kreislaufwirtschaft zurück zu führen. Durch finanzielle Unterstützung schob die DBU auch dieses bundesweite Kooperationsprojekt erfolgreich an. Seit Beginn 2006 sind mittlerweile an elf Standorten in Deutschland Bauteilbörsen entstanden. Brickwedde: „Die innovativen Ideen unserer Projektpartner zeigen, wie der Wohn- und Bausektor maßgeblich dazu beitragen kann, Abfall zu vermeiden, Energie einzusparen und den Kohlendioxidausstoß zu mindern.“ So sei auch eine im März durchgeführte Tagung im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK) der DB U zum Thema „Wiederverwendung von Bauteilen national und international“ auf großes Interesse gestoßen.Weitere Infos unter:http://www.zweitsinn.de/http://oekopro.de/wohn-vision-2020/http://www.bauteilnetz.de/

Die Befreiung der Arbeit: Das 7-Tage-Wochenende

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Weltweit starren Manager fassungslos auf die Firma Semco: Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000 Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat und wie viel Geld die Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen selbst überlassen.

Respekt als Erfolgsrezept

Was für heutige Personalchefs klingen mag, wie ein anarchischer Alptraum, ist in Wirklichkeit eine Erfolgsgeschichte. Seit das Unternehmen von Inhaber Ricardo Semler umgestellt wurde, stiegen die Gewinne von 35 Millionen auf 220 Millionen Dollar. Und nicht nur die Zahlen geben Semler recht, sondern vor allem die Mitarbeiter: Die Fluktuationsrate bei Semco liegt unter einem Prozent.

Das Rezept ist einfach: Behandele deine Mitarbeiter wie Erwachsene, dann verhalten sie sich auch so. Je mehr Freiheiten du ihnen gibst, desto produktiver, zufriedener und innovativer werden sie. Ein Unternehmen besteht aus erwachsenen gleichberechtigten Menschen, nicht aus Arbeitskräften. Jeder hat das Recht, sich frei zu entfalten und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Entgegen allem, was man aktuell zu glauben scheint, machen Druck und Stress Menschen nicht produktiv, sondern ganz einfach nur kaputt. Und dabei verliert das Unternehmen letztlich genauso wie der Mensch.

Es geht Semler um ein neues Verständnis von Arbeit: Eine Firma ist ein Gemeinschaftsprojekt, im besten Fall eine geteilte Leidenschaft. Die Gesellschaft hat uns das allerdings anders beigebracht, wir sollen uns als Steinmetze, Maler und Hilfsarbeiter sehen, nicht als Kathedralen-Schöpfer. Bei Semco sind die Mitarbeiter essenzieller Teil eines Ganzen, sie sind Mit-Schöpfer, nicht bloß ein Rädchen im System. Sie haben Ideen, sie verstehen ihre Arbeit, sie wissen, was sie wert ist.

Vertrauen statt Kontrolle

Ricardo Semler SemcoAber unsere Personalchefs glauben noch immer, dass man Angestellte kontrollieren muss, über Stechuhren, feste Arbeitszeiten, Produktivitäts-Reports und Email-Spionage. Semco hat das alles aufgegeben und die Kontrolle durch Vertrauen ersetzt - und mal im Ernst: Wer will eigentlich mit Leuten zusammenarbeiten, denen man nicht trauen kann?

Für Semler ist der Kontrollwahn der meisten Unternehmen einfach nur noch verrückt. Seine Mitarbeiter erziehen ihre Kinder und wählen Gouverneure, es sind erwachsene Menschen, die selbst am besten wissen, was sie möchten und brauchen.

"Es ist völlig verrückt, diese Idee, dass die Menschen immer noch so fixiert darauf sind, wie etwas gemacht wird. Bei uns sagt keiner: 'Du bist fünf Minuten zu spät' oder 'warum geht dieser Fabrikarbeiter schon wieder aufs Klo?' [...] Wenn Du dich bei Semco im Büro umsiehst, sind da immer jede Menge leere Plätze. Die Frage ist: Wo sind diese Leute? Ich hab nicht die leiseste Idee und es interessiert mich auch nicht.

Es interessiert mich in dem Sinne nicht, dass ich nicht sicherstellen möchte, dass meine Mitarbeiter zur Arbeit kommen und der Firma eine bestimmte Anzahl Stunden pro Tag geben. Wer braucht eine bestimmte Anzahl Stunden pro Tag? Wir brauchen Leute, die ein bestimmtes Ergebnis abliefern. Mit vier Stunden, acht Stunden oder zwölf Stunden im Büro - sonntags kommen und Montags zu Hause bleiben. Es ist irrelevant für mich", erklärt Semler seltsam einleuchtend.

Keine Hierachie, dafür Teams

SemcoSemco ist etwas, dass es laut dem Menschenbild heutiger Manager eigentlich gar nicht geben dürfte. Und wenn doch, dann dürfte es nicht funktionieren. Tut es aber. Drei Fragen hört Semler immer wieder: Macht ihr das wirklich so? Funktioniert es ganz im Ernst? Und: Was jetzt?

Die ersten zwei sind einfach zu beantworten: "Wir machen das jetzt seit 25 Jahren, so ziemlicher jeder, den es wirklich interessiert, ist hergekommen, um zu sehen, ob es wahr ist. Und unsere Zahlen sind über jeden Zweifel erhaben", sagt Semler selbstbewusst.

Für ihn ist war das Aufbrechen der Unternehmensstruktur von Anfang an keine Traumtänzerei, sondern vielmehr die einzig mögliche Antwort auf unsere unmenschliche Arbeitswelt. Er hat es auf die harte Tour gelernt, wachte selbst erst auf, als er kollabierte und mit Komplett-Burnout in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Das war der Punkt, an dem er beschloss, seine geistige und körperliche Gesundheit nie mehr dem Job unterzuordnen - und das auch von seinen Angestellten nicht zu verlangen. Dass der Wahnsinn ein Ende haben muss.

"Wenn man es sich genauer ansieht, muss man feststellen, dass das traditionelle System nicht funktioniert. Und das ist der Anreiz, sich nach etwas anderem umzusehen" - so einfach sieht Semler das.

Doch es fehlt vielen Unternehmern noch immer schwer, die Kontrolle loszulassen. Denn heutige Firmen sind nicht aufgebaut wie Orte des Schöpfens, sondern wie das Militär: mit einer hierarchischen Machtstruktur, mit Befehlsgebern und -empfängern. Semco hingegen ist in konzentrischen und durchlässigen Kreisen aufgebaut, es gibt keine Arbeitstitel, keine festen Büros. Niemand muss zur Arbeit kommen, ob von zu Hause, aus dem Dschungel oder einem Cafe an der Strandpromenade gearbeitet wird, ist den einzelnen Mitarbeitern und Teams selbst überlassen.

Diese Teams sind das Herzstück von Semco. Die Menschen arbeiten in Gruppen, die jeweils ein Produkt oder ein Zwischenprodukt selbstständig fertigstellen. Wie sie das machen, in welcher Zeit und mit welchem Geld, das ist ihre Sache. Wer zwischendurch schlafen will, geht einfach in den Firmengarten und legt sich für ein paar Stunden in die Hängematte - wer müde ist, macht ja eh nur Fehler.


Die Firma ohne Personalabteilung

semco PersonalSemco hat 3000 Mitarbeiter, aber keine Personalabteilung, da steht dem traditionellen Unternehmer der Angstschweiß auf der Stirn. Wer stellt diese Leute ein? Wer überprüft die Leistung?

Das machen die Angestellten alles selbst. Stellt ein Team fest, dass eine neue Person gebraucht wird, schreibt sie im Intranet der Firma ein entsprechendes Meeting aus. Das ist natürlich freiwillig: Alle können kommen, keiner muss.

"Wir wollen nicht, dass irgendwer in etwas verwickelt wird, was ihn nicht interessiert, deshalb sind alle Meetings freiwillig. Das heißt die Meetings werden bekanntgegeben und wer interessiert ist, kann und wird vorbeikommen und soll in dem Moment den Raum wieder verlassen, wenn es anfängt, ihn zu langweilen", erklärt Semler die Meeting-Philosophie.

Leute, die mitten in einem Meeting gehen, weil es sie langweilt - das würde so manchen Vorgesetzten in den Wahnsinn treiben. Aber bei Semco sollen eben nur die Menschen eine Entscheidung treffen und tragen, die es unmittelbar angeht und interessiert.

Auf so einem Meeting könnte zum Beispiel beschlossen werden, dass neuer Mitarbeiter gebraucht wird und was er oder sie können muss. Dann wird gemeinschaftlich eine Annonce geschrieben, und sobald die Bewerbungen kommen, werden sie im Team aufgeteilt: Jeder, der möchte, nimmt einfach ein paar mit nach Hause und bringt die interessantesten dann wieder mit. Statt Vorstellungsgesprächen gibt es ein Gruppengespräch mit allen Kandidaten gleichzeitig - auch hier darf kommen, wer will.

Die einzigen Mitarbeiter, die regelmäßig formal bewertet werden, sind jene in Entscheidungs-Positionen - und zwar von allen anderen. Sollte einer dieser Manager wiederholt schlechte Bewertungen kriegen, geht er für gewöhnlich von selbst.

Gruppenzwang

Tatsächlich regeln die Teams fast alles unter sich. Macht jemand keinen guten Job, so wird das im Team diskutiert, oder ein Meeting einberufen. Wer sich ein hohes Gehalt zuteilt, erhöht damit auch die Erwartungen des Teams und den Leistungsdruck. Aber auch die Mitarbeiter haben mittlerweile ein anderes Verhältnis zur Arbeit: Wenn jemand einen Haufen Geld verdient, die ganze Woche eigentlich nur Golf spielt, aber trotzdem einen guten Job macht und seine Aufgaben erledigt - wen kümmert's dann? Was zählt, ist das Ergebnis.

Eine Studie von CNN hat festgestellt, dass die Mitarbeiter bei Semco eine sehr viel gesündere Balance zwischen Privatleben und Beruf haben, sich mehr Zeit für Beziehungen, Kinder und Hobbys nehmen, aber gleichzeitig auch ungewöhnlich hohen Einsatz und bemerkenswerte Leistungen im Beruf zeigen. Nicht trotz, sondern wegen der Freiheiten. Für Semler ist das wenig verwunderlich: Menschen müssen sich entfalten können, um ihr Potenzial optimal einzubringen.

Und es funktioniert

Semler ist sich sicher: Sein Konzept funktioniert überall. Er selbst hat es in Fabriken ebenso eingesetzt, wie in IT-Büros. Tatsächlich ist es eigentlich andersherum - es funktioniert überhaupt nur so. Unsere derzeitige Arbeitswelt mit ihren Burn-Out-Syndromen, mit Mobbing, Stress, Magengeschwüren und Depressionen funktioniert nämlich eben nicht, sie ist fortgesetzter Wahnsinn.

Es wird Zeit, dass wir eine Gesellschaft erschaffen, in der Beruf wieder mit Berufung und Leidenschaft assoziiert wird, nicht mit Sklaverei und Ausbeutung. In der Menschen wieder freie Entscheidungen treffen können und mit Respekt behandelt werden. In der Privatleben und Arbeit gleichwertig sind – auch für die Vorgesetzten. Es wird Zeit für das 7-Tage-Wochenende!

http://www.semco.com.br/en/

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