Posts mit dem Label Lösungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lösungen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Bye bye Burnout: Kampf der neuen Volkskrankheit

on


Dabei sind die Folgen von Stress grundlegend einmal positiv: Der Körper reagiert damit z.B. auf Gefahr, indem der Hypothalamus ein spezielles Hormon ausschüttet, das sich auf den Adrenalinausstoß der Hypophyse auswirkt. Wir handeln schneller und sind kurzzeitig widerstandsfähiger, da sich die Muskeln anspannen. Als Dauerzustand wird Stress jedoch zum Problem.

Der Trend hat Anfang des Jahres in einer großen Geschichte die stressigsten Berufe aufgelistet, dazu zählen erwartbare Kandidaten wie Piloten, Fluglotsen, Ärzte, Rettungsfahrer und Politiker. Aber auch Lehrer, Callcenter-Angestelte, Journalisten, Sozialarbeiter, Pädagogen oder Kellner zählen dazu.

Auch Stress muss sein?
Einige dieser Berufe sind quasi immanent stressig – gegen die aus Kostengründen niedrig gehaltene Zahl der Chirurgen und Ärzte kann der einzige wenig tun. Auch Fluglotsen sind quasi per definitionem stressbelastet – genießen daher ein extrem hohes Einkommen und zahlreiche Benefits. Was aber ist mit den restlichen Berufsfeldern? Warum müssen Lehrer so gestresst sein – tut das den Schülern gut? Warum fühlen sich Journalisten so unter Druck, warum Politiker?

Der rasende Stillstand…
Beginnen wir von vorne: Bemerkbar macht sich Stress, Burnout, Überlastung in erster Linie bei der Gesundheit. Man wird nervös, ist verspannt, schläft schlecht und wird lustlos. Hat man dann einmal Zeit, um auszuspannen, kommt man nicht runter – nutzlose Hyperaktivität paart sich mit dem Gefühl, wertvolle Zeit zu verlieren.

Rien ne va plus
Ausgleichsversuche wie üppiges Essen oder übermäßiger, vermeintlich entspannender Alkoholgenuss machen die Sache dann noch schlimmer. Man raucht zu viel, kippt sich Espresso um Espresso hinunter (Freizeit macht müde) oder raucht. Die starke Umstellung der Gewohnheiten zwischen Büro und Zuhause/Urlaub sorgen dann ncoh für unangenehme Begleiterscheinungen wie Magenschmerzen oder Verdauungsprobleme. Na bravo! Rien ne va plus.

Last exit: Freunde
Das Umfeld leidet natürlich unter der Veränderung. Man ist gereizt, ärgert sich schnell, ist unzufrieden, missmutig und fühlt sich ungerecht behandelt. Im schlimmsten Fall kommen dann ernsthafte Zukunftssorgen dazu. Die Misere ist perfekt, professionelle Hilfe oder unschätzbare Freunde die einzige Hoffnung.

Babysteps gegen Burnout
Das Thema soll hier also nicht kleingeredet werden, im Gegenteil. Es ist jedoch auch nicht ganz von der Hand zu weisen, dass man sich viel Druck selbst macht und mit einigen – teils erstaunlich banalen – Methoden und Verhaltensweisen das persönliche Wohlbefinden stark erhöhen kann. Probieren Sie es einfach aus, vielleicht funktioniert das eine oder andere auch bei Ihnen. Oft hilft die Gewissheit weiter, nicht machtlos zu sein!

Schritt 1 – Selbstwertgefühl stärken
Klein, machtlos und höheren Mächten ausgeliefert – mit diesem Selbstbild kann man nur verzweifeln. Versuchen Sie, Ihre wichtige Rolle in der Abteilung, für Kollegen, für das Unternehmen zu sehen. Jeder leistet einen wertvollen Beitrag – und wenn nicht, ist es vielleicht nicht Ihre Traumposition…

Schritt 2 – Arbeitsplatz optimieren
Es ist ein alter Hut, aber die wenigsten tun es wirklich: Machen Sie sich Ihren Arbeitsplatz so angenehm wie möglich. Ich spreche hier nicht vom Kaktus oder Bilderrahmen, sondern arbeitsrelevanten Kleinigkeiten wie ein ergonomischer Bürostuhl, ein neuer Monitor, eine zusätzliche Lichtquelle oder eine passendere Klimatisierung. Die Optimierung der Umgebungsbedingungen kann Wunder wirken! Auch eine nüchterne Betrachtung, ob man richtig isst und trinkt, wird viel zu oft vergessen – was für Sie passt, wissen Sie selbst am besten.

Schritt 3 – Zwischendurch entspannen
Ich selbst war lange eher skeptisch, was affige Verrenkungsübungen am Arbeitsplatz betrifft. Rückenschmerzen wurden daher ignoriert, schmerzende Augen und Kopfweh in Kauf genommen. Mittlerweile gibt es aber wirklich einfache, am Schreibtisch durchführbare und wunderbar wirkende Dehn- und Lockerungsübungen. Entspannen Sie sich – zwischendurch, zu Mittag, nach einem anstrengenden Telefonat. Auch für Augenschmerzen und Migräne gibt es Übungen, die Linderung bringen. Ist das nicht ihr Ding, sorgen Sie für andere Mini-Pausen. Oft reicht es, den Kaffee fünf Minuten mit geschlossenen Augen zu genießen. Man muss ja nicht gleich einen Power-Nap einlegen!

Schritt 4 – Das Gesamtbild sehen
Oft verdecken einem momentane Probleme, für deren Lösung man sich verantwortlich fühlt, die Sicht auf das Gesamtbild. Oder man ist wegen ein, zwei unangenehmen Kundengesprächen in einem Tief. Ein Blick über den Tellerrand, Gespräche mit Kollegen oder engen Freunden kann aus der emotionalen Sackgasse führen. Oder auch zeigen, dass etwas nicht bewältigbar ist – dann sollte man die Herausforderung mit Firmenhilfe lösen.

Schritt 5 – Auch einmal Abschalten
Der beste Job ist nur ein Teil Ihres Lebens. Gönnen Sie sich Privatsphäre, Feierabend und Auszeit – und kommen Sie mit vollen Batterien und einem frischen Geist zurück ins Büro. Fast niemand muss immer erreichbar sein.

Schritt 6 – Den Ausgleich suchen
Auch wer keine Hobbies wie Extrembergsteigen oder Action Painting hat, kann sich auf andere Gedanken bringen. Der eine braucht dafür unberührte Natur und powert sich aus, der andere vergräbt sich in Büchern und denkt sich in andere Welten – was immer Ihnen Spaß macht. Nur berufsbezogen sollte es nicht sein. Stauen sich viele Emotionen, kann durchaus ein kraftraubender Sport eine angenehme Sache sein. Fühlen Sie sich zu wenig belastbar, versuchen Sie doch Ausdauersport – langes Radfahren an Ihrer Lieblingsstrecke kann schon helfen. Ausprobieren!

Schritt 7 – Entspannungshelfer finden
Es ist nicht immer ganz einfach, sich zu „entstressen“ – auch nach dem Büro. Suchen Sie sich Katalysaytoren, die Ihre Entspannung richtig in Gang bringen – ob es eine schnurrende Katze, eine klassische CD oder Ihr(e) Lebenspartner(in) ist… Klappt es gar nicht, sollten Sie sich beraten lassen.

Schritt 8 – Grenzen setzen
Hilfsbereitschaft und ein offenes Ohr schätzen viele – Freunde, Bekannte, Kollegen… man muss aber auch wissen, wie weit man sich emotional einlassen kann. Wer sich im Büro und daheim gleichermaßen für seine Mitmenschen aufzehrt, wird irgendwann als leere Hülle enden – und sich auch so fühlen. Gute Freunde lassen da sicher mit sich reden, auch ein Partnergespräch kann viel bringen.

Earthships: Autarke Häuser aus Müll"

on

Stellt euch ein Haus vor, dass sich selbst heizt, sein eigenes Wasser liefert, sein eigenes Essen produziert. Stellt euch vor, es braucht es keine teure Technologie, recycled seinen eigenen Abfall, hat seine eigene Energiequelle. Und jetzt stellt euch noch vor, es kann überall und von jedem gebaut werden, aus den Dingen, die unsere Gesellschaft wegwirft." (Mike Reynolds)

Es scheint fast zu schön, um wahr zu sein: Energie-, Wasser- und Wärmeautarke Häuser, geeignet für jede Klimazone und gebaut aus ... Müll! Keine Strom- und Wasserkosten mehr, Gemüsegärten sind in das Haus integriert, das Baumaterial ist fast umsonst und bauen kann sich das Haus jede/r selbst - ohne spezielle Kenntnisse. Was klingt wie eine Vision aus einem sehr optimistischen Science-Fiktion-Roman ist an vielen Stellen auf der Erde bereits Wirklichkeit: Earthships.


Ein Earthship ist ein passives Gebäude aus recycelten und natürlichen Materialen mit dem Potenzial "Off-Grid" also vollständig autonom, ohne Wasser-, Strom- und Kanalisationsanschluss zu funktionieren. Seine Energie bezieht das Haus aus Sonne und Wind, das Wasser wird aus Regen gewonnen, durch spezielle Verfahren hoch effektiv genutzt und in einer eigenen Natur-Kläranlage gereinigt. Man kann das ganze Haus als ein geschlossenes System, ein eigenes Biotop begreifen, dass sich an natürlichen Kreisläufen orientiert und alle Elemente optimal nutzt.


Wände aus Autoreifen

Als Erfinder und Konstrukteur Mike Reynolds sich in den 70ern aufmachte eine neue Art von Haus zu erschaffen hatte er drei Ziele vor Augen:
Das Haus sollte nachhaltig sein und nur Materialien verwenden, die entweder überall auf der Welt im Überfluss vorkommen oder durch das Haus selbst recycled werden.
Es sollte komplett durch natürliche Energiequellen versorgt werden und komplett autark sein.
Jeder Mensch sollte sich ein solches Haus ohne viel Geld und besondere Vorkenntnisse selbst bauen können.


Auf der Suche nach einem geeigneten Baustoff stieß er nach jahrelangem Experimentieren auf einen Glückstreffer: gebrauchte Autoreifen. Überall auf der Welt liegen Millionen von den fast nicht verrottenden Altreifen herum, mit denen nichts Vernünftiges mehr anzufangen ist. Reynolds fand jedoch heraus, dass mit Erde gefüllte Autoreifen ganz hervorragende Dämmeigenschaften besitzen, eine hohe Stabilität haben und zudem fast unentflammbar sind, so dass sie sich hervorragend für die Konstruktion der Wände eignen. Die Lücken zwischen den gestapelten Reifen werden mit alten Flaschen und Dosen gestopft - eine Wand komplett aus Müll also.


Die Wärme der Erde

Earthships werden in die Erde und einen künstlichen Hang gebaut, so dass sie an drei Seiten von Erde umschlossen sind - dadurch hat das Innere des Hauses ein konstantes Klima, denn unter der Frostschicht ändert sich die Temperatur des Erdreichs kaum. Geheizt wird über die Sonne: Eine Seite des Hauses ist komplett verglast, so dass über Jalousien und die Sonneneinstrahlung die Temperatur im Inneren geregelt werden kann. In sehr heißen Gegenden wird noch ein Kühlsystem integriert, in extrem kalten Gebieten ein Ofen.



Ein geschlossenes Wassersystem

Wasser wird in Earthships gleich vierfach verwendet. Zunächst wird das gesammelte Regenwasser durch ein Filtersystem gereinigt und kann dann wie gewohnt zum Duschen, Wäschewaschen, Abwaschen, etc. verwendet werden. Das Abwasser aus diesem Gang wird durch Gemüse- und Kräuterpflanzen gereinigt und das übrigbleibende, versickernde Wasser an die Toilettenspülung weitergeleitet. Von dort wird es in einer ausgelagerten Bio-Kläranlage und weiteren Pflanzenbeeten gereinigt und fließt danach wieder dem Kreislauf zu.

Die Verwendung von Chemikalien verbietet sich natürlich in einem solchen Kreislauf - biologische Seifen und Waschnüsse bieten hier jedoch gleichwertigen Ersatz. Auch liefert das Haus selbst kein Trinkwasser - dies kann zum Beispiel aus einer Quelle oder einem eigenen Brunnen kommen. Manche Earthships haben aber für diesen Zweck auch noch einen normalen Wasseranschluss, der nur zum Kochen und Trinken bemüht wird - was nur einen Bruchteil des Wasserverbrauchs darstellt.


Energie aus Sonne und Wind

Photovoltaik und kleine Windräder sind die Energiequellen eines Earthships. Die "geerntete" Energie läuft in einem Batteriepack mit angeschlossenem "Power Organizing Module" (POM) zusammen. Die Earthship-POMs sind mittlerweile Massenware und machen den Umgang mit den alternativen Energiequellen einfach: Das Modul übernimmt die Umwandlung in die für verschiedene Geräte benötigten Spannungen und kann auch Strom von Generatoren, oder falls gewünscht auch Netzstrom verarbeiten, so das alle denkbaren Energiequellen einfach und unkompliziert kombiniert werden können.


Sein.de

Beliebte Posts

All IN ONE LiVE FEED

Follower

->